Das Amt für Grundstücke und Gebäude (AGG) stellt sicher, dass zeitgemässe, flexible und auf Nutzerbedürfnisse abgestimmte Liegenschaften zur Verfügung stehen. Diese sollen hohen ökologischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Ansprüchen genügen und möglichst lange genutzt werden können. Orientierung dazu gibt die Immobilienstrategie des Kantons Bern.
Unsere Immobilienstrategie: «Für alle das richtige Dach – Mehrwerte schaffen»
Die Bevölkerung wächst, die Gesellschaft verändert sich – und damit auch die Ansprüche an öffentliche Dienstleistungen und die Nutzung von Gebäuden und Räumen. Der Kanton Bern muss mit diesen Anforderungen und Veränderungen Schritt halten und sein Immobilienportfolio entsprechend bewirtschaften und weiterentwickeln – damit die kantonalen Nutzenden ihre Aufgaben zeitgemäss und bedürfnisorientiert erfüllen können.
Die Immobilienstrategie des Kantons Bern legt die Basis für ein nachhaltiges und wirtschaftliches Immobilienportfolio, das flexibel auf geänderte Rahmenbedingungen reagieren kann. Die Strategie folgt dem Credo «Für alle das richtige Dach – Mehrwerte schaffen». Konkret heisst das zum Beispiel: Neu- und Umbauten werden so weitsichtig geplant und realisiert, dass sie in der Realisierung und im Betrieb hohen ökologischen und wirtschaftlichen Ansprüchen genügen und dass künftige Anpassungen an neue Nutzerbedürfnisse einfach möglich sind.
Die Strategie ist langfristig angelegt. Sie umfasst einen Zeithorizont von 20 bis 30 Jahren und den gesamten Lebenszyklus der Immobilien (Planung, Realisierung, Nutzung und Verwertung). Die vorliegende Strategie wurde 2019 vom Regierungsrat des Kantons Bern verabschiedet.
Nachhaltigkeit und Klimaschutz bei kantonalen Bauten
Mit der Nachhaltigkeitsstrategie 2026–2035 konkretisiert das Amt für Grundstücke und Gebäude (AGG) des Kantons Bern seine Verantwortung für ein zukunftsfähiges Immobilienportfolio. Die Strategie definiert verbindliche Ziele, Massnahmen und Steuerungsinstrumente für Planung, Bau, Betrieb und Beschaffung der Kantonsliegenschaften und schafft einen klaren Orientierungsrahmen für deren nachhaltige Entwicklung bis 2040 – klimaangepasst, resilient, werterhaltend und verantwortungsvoll.
Im Zentrum stehen sechs Handlungsfelder: Klimaschutz (Reduktion der CO₂-Emissionen bis zur Klimaneutralität 2040, Wärme und Mobilität bis 2035), erneuerbare Energien (insbesondere Photovoltaik), Kreislaufwirtschaft und ressourcenschonendes Bauen mit Fokus auf den Bestand, Biodiversität, Klimaanpassung sowie Gesundheit, Komfort und Zugänglichkeit. Die Strategie bildet damit die Grundlage für eine koordinierte Umsetzung, eine transparente Fortschrittskontrolle und eine kontinuierliche Weiterentwicklung des kantonalen Immobilienportfolios.
Das AGG publiziert neu seinen Nachhaltigkeitsbericht 2022-2023 in einem erweiterten Format, welches nicht nur die Umwelt umfasst, sondern auch die gesellschaftliche und die wirtschaftliche Dimension. Neu erfolgt die Berichterstattung entlang der relevanten UNO-Nachhaltigkeitsziele. Der Bericht enthält ein Porträt des Amtes, Kapitel zum Portfolio, zum Bauen von zukunftsfähigen Gebäuden, zur Energieeffizienz und zur operativen Amtsführung. Weiter wird ein Überblick über den aktuellen Stand der Erfüllung der Strategieziele 2020-2024 gegeben.
Beispiele für besonders nachhaltig umgesetzte Projekte
Sanitätspolizei Bern: Funktioneller Bau nachhaltig in Minergie-P-Eco
Werkhof Loveresse: Realisiert in Holzbau (Foto: Architekturfotograf Rasmus Norlander / MBAA)
Hochschulzentrum vonRoll im ehemaligen Industriequartier
Gymnasien Strandboden Biel: Holzbau und Minergie-P-Eco-Standard